Der Entwurf des Landeswassergesetzes lässt Verschlechterungen zu!

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Die Umwelt muss darunter leiden, eventuell auch die Dörentruper Bürger, die dann höhere Wassergebühren bezahlen dürfen, da für die Trinkwasserversorgung zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Der Entwurf sieht vor, dass die Gewässerrandstreifen an Bächen auf 5m Breite zurückgestuft, oder sogar ganz aufgehoben werden. Die Wasserqualität der Bäche und Flüsse könnte darunter extrem leiden.

Außerdem darf, bei durchkommen dieses Gesetzes, in Wasserschutzgebieten Abbau von Sand, Lehm, Schotter oder Kies genehmigt werden. Dies kann dazu führen, dass die sogenannten Grundwasserleiter gestört werden und aus den Quellen oder Brunnen kein, oder wesentlich weniger Wasser für unser Trinkwasser gefördert werden kann.

Die Umwelt muss darunter leiden, eventuell auch die Dörentruper Bürger, die dann höhere Wassergebühren bezahlen dürfen, da für die Trinkwasserversorgung zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden müssen, die natürlich mit erheblichen Kosten verbunden sein werden. Ein Brunnen in Humfeld liefert zurzeit schon kein Wasser mehr. Eine Folge der letzten drei Dürrejahre? Hier müsste die Landespolitik ansetzen, mit Möglichkeiten, Maßnahmen zu Fördern und unbürokratisch umsetzen zu lassen, welche der Vorbeugung von Folgeschäden solcher Dürren und gravierenden Starkregenereignissen dienen. Und nicht damit, dass man den Wasser- und Grundwasserschutz zurückschraubt.

Wir haben einen Antrag im Rat eingebracht, dass die Gemeinde Dörentrup selber schnellstmöglich Maßnahmen ergreift um den Folgen von Starkniederschlägen und Dürreperioden entgegen zu wirken. Dem Antrag wurde zumindest in der Form zugestimmt, dass die Verwaltung beauftragt wird Maßnahmen hierfür zu erarbeiten. Nur zusätzliche Kosten darf dies natürlich nicht verursachen.

Ein Resolutionsantrag von uns im Gemeinderat, gegen den Entwurf zum Landeswassergesetz, wurde mit der Mehrheit der Parteien unserer Landesregierung zurückgewiesen. Bleibt zu hoffen, dass auf die Politiker von CDU und FDP noch umsichtige Berater
zukommen, welche dann die Landesregierung zur Einsicht bringt.

 

Martin Grohnert

(Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion)

 

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